Warum 75 Ferientage nicht 15 freie Schulwochen bedeuten
Samstage zählen bei den 75 Werktagen mit. Das sind keine 75 ausgefallenen Unterrichtstage.
Der Samstag macht den Unterschied
Die Gesamtdauer der Schulferien beträgt nach der Ferienregelung der Kultusministerkonferenz 75 Werktage einschließlich zwölf Samstagen. Wer die Zahl spontan durch fünf teilt, erhält rechnerisch 15 Wochen. Diese Rechnung passt aber nicht zur veröffentlichten Einheit: Die 75 sind keine Zahl ausschließlich von Montag bis Freitag ausfallender Unterrichtstage. Genau diesen Unterschied zeigt unsere Wochenleiste. Der Samstag ist für viele Kinder ohnehin unterrichtsfrei, gehört in dieser Regelung aber trotzdem zur Zählung.
Drei Begriffe für drei verschiedene Fragen
Ein Kalendertag ist jeder Tag im Kalender, also auch Sonntag. Ein Werktag ist im hier verwendeten Ferienkontext auch der Samstag; für andere gesetzliche oder vertragliche Zusammenhänge sollte man die jeweils geltende Definition prüfen. Ein Unterrichtstag ist dagegen ein Tag, an dem an der konkreten Schule Unterricht vorgesehen ist. Diese Größen dürfen in einem Vergleich nicht ungeprüft gegeneinander ausgetauscht werden. Für die persönliche Betreuung zählt am Ende, wann das eigene Kind tatsächlich zu Hause ist.
Was das für Ferienvergleiche bedeutet
Eine Sommerpause von sechs Wochen enthält Wochenenden. Ein anderer Staat kann Ferientermine als Zeitspanne zwischen letztem und erstem Schultag angeben. Wer daraus eine Rangliste macht, muss erst dieselbe Zählweise herstellen und regionale Unterschiede beachten. Deshalb nennen wir neben unseren Vergleichen die Einheit und den Geltungsbereich. Die gesamte Ferienplanung eines Kindes ergibt sich aus dem Kalender seines Bundeslandes und seiner Schule; bewegliche Ferientage können zusätzlich vor Ort festgelegt werden.